Vom Fliegen zum Fahren: Georgs Weg zur ODEG

Georg, Triebfahrzeugführer

Neue Richtung, neues Ziel: Georgs Weg vom Piloten zum Triebfahrzeugführer

Vom Trabant bis zum Elektrotriebfahrzeug – Georg hat in seinem Berufsleben schon so manche Maschine bewegt. Nach 22 Jahren als Pilot wagte er 2022 den Wechsel auf die Schiene und begann seinen Quereinstieg zum Triebfahrzeugführer bei der ODEG.

Lieber Georg, vielen Dank, dass du dir die Zeit für unsere Fragen genommen hast. Erzähle uns bitte kurz von deinem Werdegang und wie es dazu kam, dass du dich für einen Quereinstieg bei der ODEG entschieden hast.

Angefangen hat meine berufliche Laufbahn mit der Ausbildung 1986 zum Karosseriebauer. Damals noch am Trabant, liebevoll „Rennpappe“ genannt. Mit dem Ende der DDR 1990 begann eine turbulente Zeit der Suche nach einer beruflichen Perspektive in der sich rasant verändernden Realität. 

Ich studierte Wirtschaftsinformatik und Maschinenbau, jedoch mit mäßigem Erfolg und durfte meinem Vater bei seiner Firmengründung als Geschäftsführer unterstützen. Erst meine Ausbildung zum Segelflugzeugführer und die Arbeit als Flugzeugbauer in Dresden brachten mich dann meiner eigentlichen Bestimmung, dem Fliegen, näher. Im Jahr 2001 wurde ich dann ein Verkehrsflugzeugführer. Es folgten 22 Jahre einer sehr abwechslungsreichen, spannenden und auch herausfordernde Zeit im weltweiten Kurz-, Mittel-, und Langstreckeneinsatz auf zahlreichen Flugzeugmustern.

Mit der Coronapandemie kam dann jedoch das Ende dieser sehr schönen Zeit und die Herausforderung, sich einen neuen Platz in der Welt danach zu suchen. So ließ ich mich 2022 bei der ODEG zum Triebfahrzeugführer ausbilden und bin seit 2024 praktischer Ausbilder für Elektrotriebfahrzeuge. 

Wie bist du auf die ODEG aufmerksam geworden?

Ich erinnere mich noch sehr gut an Gespräche mit einem Freund, der mir von seiner Ausbildung zum Triebfahrzeugführer bei der ODEG erzählte. Zum absehbaren Ende meiner fliegerischen Karriere nahm ich Kontakt mit dem Recruiting-Team der ODEG auf und bewarb mich für eine Ausbildung zum Triebfahrzeugführer. Einige Tests und Einstellungsgespräche später saß ich im Januar 2022 im Kurs für Quereinsteiger.

Was fasziniert dich persönlich am Fahren eines Zuges? 

Die Faszination am Fahren eines Zuges ergibt sich aus Zusammenspiel vieler einzelner Teile im Getriebe Bahnverkehr. Das Bewegen großer Massen mit teils hohen Geschwindigkeiten erfordert eine vorausschauende Fahrweise. Selbst wenn es mal wieder klemmt, gibt es immer eine Regel, die mir hilft, doch noch mein Ziel zu erreichen. Ich bin des Öfteren überrascht, wie ähnlich sich der Bahn- und der Flugbetrieb doch sind.

Was ist die häufigste falsche Vorstellung über deinen Beruf?

Hier muss man schon bei der Ausbildung anfangen. Gemessen an der Dauer, vom ersten Unterrichtstag bis zur finalen Prüfungsfahrt mit Baureihenprüfung und der Menge an zu lernenden Regeln und Vorschriften, sind 12 Monate eine sehr kurze Zeit. Fehlende Disziplin und mangelnder Fleiß beim Lernen machen eine erfolgreiche Ausbildung unmöglich. Ist man dann endlich auf der Schiene, gilt es, das gelernte im Lauf der Zeit zu wiederholen und mit der Erfahrung zu festigen. Als Triebfahrzeugführer trage ich die Verantwortung, meine Fahrgäste sicher an ihr Ziel zu bringen. 

Was möchtest du, dass Menschen mit der ODEG verbinden?

„Als die ODEG die Strecke noch fuhr, war es besser.“ Wenn wir als ODEG diesen Eindruck bei unseren Gästen hinterlassen, haben wir alles richtig gemacht. Ich möchte, dass sich jeder bei der ODEG seiner Verantwortung für sich, den mit ihm zusammenarbeitenden Menschen und nicht zuletzt seiner ihm anvertrauten Technik bewusst ist. Lächelnde und dankbare Fahrgäste geben mir ein gutes Gefühl.

Vielen Dank für das Gespräch!

Qualifizierung zum Triebfahrzeugführer (m/w/d)

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